Sonntag, 24. März 2013

Siegwandern hinterm Deich


Gebiet Siegtal
Tour  Wanderroute 278 - Tippeltour im Siegtal
Quelle Internet (Textwandern)
Anfahrt von Köln ca. 30 Min
Startpunkt Wanderparkplatz an der Meindorfer Strasse
Streckenlänge 11,5 km – 2 Stunden (Speedwandern)
Wer war dabei? ich



Endlich die Autobahnblick-Idylle selbst erwandert :)

Zufällig habe ich diese Tour gefunden – und nun endlich wollte ich sie mal abwandern, um ihre Tauglichkeit fürs WanderCoaching zu prüfen. Die Beschreibung von Herrn Squentz ist wie immer prosaisch etwas überladen und lässt darüber die wichtigsten Infos missen: Wie lang ist die Strecke eigentlich? Schlampig in Google Earth gemessen komme ich auf ca. 6 km. Haha - letztlich waren es fast 12. Und das bei eisigem Ostwind.

Aber sie lässt sich abkürzen - immer wieder. Und daher verleihe ich ihr das WanderCoaching-Tauglichkeits-Prädikat erster Klasse.



Die Strecke startet in Sieglar – also wohnortsnah – so dass mir auf dem Weg viele Spaziergänger und Spazierhunde begegnen. 

Dass die Sieg einen eigenen Deich hat, ist mir neu, wird aber wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Der Sieglarer See ist rasch umwandert. Lage und säumendes Wäldchen lassen eine Sommeroase vermuten – aktuell trübt das trübe Wetter die Gesamtansicht etwas.

Bald bin ich also an der Sieg. Auf einem Wiesenwanderweg begleiten wir uns gegenseitig – die Sieg und ich – ein paar Kilometer lang.


Sieg und trübes Wetter in harmonischem Einklang.


Kameraschwenk nach rechts.

Offenbar hat auch die Sieg vor kurzer Zeit mal über ihren Rand hinweg nach dem Rechten geschaut und viel Unrat auf dem Rückweg zurückgelassen. Wird das gar nicht aufgeräumt? Oder muss der Frühling das überwuchern? Leichte Endzeitstimmung kommt auf. Chaos unter trübem Himmel. Hm.

Das die Strecke bei Sonne sich aber höchst idyllisch präsentieren wird, lässt sich gut erahnen. Und bei etwas mehr Temperatur macht auch ein Abstecher an das Ufer der Sieg sicher mehr Spaß als heute.

Könnte auch im Norden Deutschlands sein.

Mitten auf dem Weg. Kunst oder Protest?

Irgendwann improvisiere ich gekonnt, verlasse den beschriebenen Weg und erreiche ein Wohnidyll: die Eschmarer Mühle. Ziemlich gut geworden, finde ich. Eine Wohnoase am Rande des Nichts.

Eschmarer Mühle.




Super! CaCapo Vogelfutter. Leider geschlossen.

Ich durchwandere Sieglar und bin hin- und hergerissen, ob ich es niedlich oder zu einsam finde. Der Marktplatz jedenfalls findet meinen Gefallen.

Marktplatz Sieglar.


Wanderfazit
Schöner Weg an der sprudelnden Sieg entlang. Nicht grad einsam. Aber mit vielen Bänken zum Verweilen.

Samstag, 12. Januar 2013

Blauer Himmel und Farbenwahnsinn

Gebiet Bergisches Land, Wuppertal
Tour  Tour 3 - Pilgerfahrt und Heerweg – Auf dem Jakobsweg nach Lennep
Anfahrt von Köln ca. 45 Min
Startpunkt Parkplatz am Reiterhof in Wuppertal Spiekern
Streckenlänge 11 km – 3 Stunden
Wer war dabei? ich



Endlich Sonne!!

Das so wunderbare Wetter lädt zu einer Tour ein, die überwiegend über Felder und Höhen führt. In Spiekern liegt ein bisschen Schnee, auf den sonnenbeschienenen Stellen ist der aber schon weggetaut. Neue Wanderstrümpfe und alte Wanderhose sind ein optimales Equipment. Es ist frostig und die herrlich klare Luft erlaubt eine Weitsicht mit grandios blauem Himmel und bietet ein fantastisches Farbspektrum.

Der Weg führt zunächst auf der alten Pilgerstrasse entlang - dem Jakobsweg. Ein bisschen schade ist, dass dauernd irgendwelche Strassen zu queren sind und die Zivilisation dann immer so nah rückt. Ausserdem sind viele Sonnen- und Wanderhungrige unterwegs.




Wahnsinnswetter 

Ist das toll oder ist das toll?

Frostblumen


Immer wieder gibts kleine romantische Orte zu entdecken



Perfektes Setting.

Perfekt.
Ich möchte ein Pferd sein.

Der Weg ist malerisch und immer wieder gibts Aussichten, an denen ich mich gar nicht sattsehen kann. 
Richtig beeindruckend ist die riesige Staumauer der Herbringhauser Talsperre.

Staumauer rechts

Und Wasser links.









Wanderfazit
Eine ganz toller Weg, den ich auch gerne in Länger nehmen würde. Auch mit viel Auf und Ab.

Montag, 24. Dezember 2012

HeiligAbendWanderung am Nachmittag


Gebiet Bergisches Land, Gummersbach
Tour  Tour 5 - Hick Rhodos, Hick Salta! – von Lieberhausen an den Aggersee
Anfahrt von Köln ca. 45 Min
Startpunkt Parkplatz an der Kirche in Lieberhausen
Streckenlänge 9 km – 2 Stunden
Wer war dabei? ich



Schöner Aggersee

Die Aggergegend ist für mich wandertechnisch per se positiv belegt - Erfahrungswerte :) Noch beim Anziehen der Wanderstiefel auf dem Parkplatz strahlt mich die Sonne an und lässt auch den heftigen Anstieg zu Wanderbeginn erträglich erscheinen. Die Lunge keucht allerdings. Die Temperatur ist gar nicht Heilig Abend mässig. Ich freue mich auf die Runde um die Aggertalsperre und das leckere Essen anschliessend.
Ich steige hoch und höher und geniesse ein bisschen Weitblick und wilde Romantik.


Weitblick und wilde Romantik - Teil 1

Weitblick und wilde Romantik - Teil 2

Es wandert sich hervorragend und der Weg weist - an der Talsperre angelangt - keine Findungsschwierigkeiten auf. Klar - um den See herum kann jeder. Auch ohne Anleitung. 
Die Stimmung ist schön und ein bisschen urig.



Wilde Romantik - Teil 3


Überall strömen kleine sprudelnde Bächlein von oben lustig in den Aggersee. Der letzte Schnee taut und sucht sich seinen Weg. 

Spannend wird es an einer Seeüberwegung, wo plötzlich und sehr unerwartet eine kleine Fontäne aus dem Wasser schiesst - und dann wieder Ruhe einkehrt. Kurze Pause. Dann wieder. Ich muss mir das ein paar Mal ansehen, bevor ich es wirklich glauben kann. Sicher ganz leicht zu erklären - aber trotzdem wunderlich irgendwie.

Ruhe.

Fontäne kommt.

Wieder Ruhe.

Wieder Blubbern.

Und wieder Fontäne. Total verrückt!

Da die Wanderung ja nicht wirklich eine Umrundung des Aggersees ist, biege ich irgendwann ab in die Landschaft und begegne wieder der Sonne, die freundlicherweise meinen erneuten Aufstieg begleitet.


Sonnenbegleitung



Die Stimmung ist unheimlich friedlich. Die meisten Familien sitzen sicher schon beisammen und warten auf die fröhliche Bescherung - und ich mache mich an den Endspurt.






Wanderfazit
Eine recht kurze Wanderung und landschaftlich tendenziell unspektakulär. Für mich heute genau richtig.

Samstag, 17. November 2012

Tanzende Herbstblätter im Siebengebirge

Gebiet Bergisches Land, Wuppertal
Tour  Tour 7 - Was vom Ölberg übrig blieb
Anfahrt von Köln ca. 45 Min
Startpunkt kostenpflichtiger (!!) Wanderparkplatz Margaretenhöhe
Streckenlänge 10 km – sagt das Buch – 13 km sage ich
Wer war dabei? ich



Alles richtig gemacht

Gewünscht war für heute eine andere Tour. Aber die Sonne war nicht flächendeckend unterwegs und das gewählte Wanderziel lag in Dunst und Wolkenschattten. Also Kehrtwende zum Alternativziel: Siebengebirge.

Ganzer Weg
  
Beweismaterial

Der kostenpflichtige und schon einigermassen gefüllte Wanderparkplatz lässt mich ahnen, dass ich nicht alleine unterwegs sein werde. Schade. Ein fröhlicher Rentner kassiert sorgt für gute Stimmung. Bereits an der Margaretenhöhe begeistert mich der Sophienhof in Lage und Ambiente. Heute aber geschlossene Verlobungsgesellschaft. Ein andernmal vielleicht.






Der Nasseplatz-Steinbruch begeistert mich auch. Eine abendliche Grillveranstaltung in diesem Ambiente muss toll sein!



Steinbruch Panorama

Der Weg führt aufwärts durch den wunderbaren Herbstwald. Die Blätter tanzen anmutig auf dem Weg und hier und da eröffnet sich ein vermeintlicher Weitblick, der allerdings nebelbedingt die Weite nur erahnen lässt.

3-Seen-Blick


Die Wegbeschreibung verspricht intensives Auf und Ab. Und sie liegt richtig. Bereits der Aufstieg zur Löwenburg lässt mich an der Wahl optimaler Wanderbekleidung zweifeln. Oben angekommen bin ich zwar angeschwitzt aber stolz und zufrieden!


Noch mehr Weitblick - auch auf andere Einzelwanderinnen.

Streuobstwiese. Romantik pur würde ich sagen.

Inzwischen habe ich offenbar den Buchweg schon verlassen - das fällt mir aber erst auf, als ich am Milchhäuschen lande, das ich eigentlich gar nicht streifen wollte :)

Kleines Milchhäusen mitten im Wald
und mit dem Auto NICHT erreichbar.

Ich raschel durch das Laub weiter des Wegs – verwandern gehört ja inzwischen schon zum Programm und dank moderner Technik verliere ich die wirkliche Übersicht ja eigentlich nie.

Wunderbare Allee. War aber nicht der richtige Weg,
wie sich später herausstellt.

Durch diese hohle Gasse ... bin ich dann auch gekommen.


Wanderfazit
Das Siebengebirge – von mir bislang etwas unterschätzt. Und bis auf diverse Mountainbiker (nervig!) gar nicht mal so bevölkert (nur stellenweise).
War gut. Geht nochmal!


Samstag, 10. November 2012

Oh du schöner Königsforst?


Gebiet Königsforst, Köln-Rath
Tour  Rabenbruch Tour (eigentlich ... :)
Anfahrt von Köln ca. 25 Min
Startpunkt Parkplatz am Königsforst - in der "Göttersiedlung"
Streckenlänge 12,3 km – wir haben individualisiert
Wer war dabei? Maren und ich


Wo ist eigentlich die Rabenbruch Tour?

Bereits zu Beginn müssen wir damit leben, dass die im Internet so schön markierte Tour in der Realität nicht ausgezeichnet ist. Wir finden die Pferdekoppel - und den Rest machen wir nach gemeinsamem Bauchgefühl - und später nach Runtastic. Trotzdem kommen wir auf wunderbare 12,8 km, so dass wir vermutlich nah am Original gewandert sind. Ist aber auch wenig wichtig - Hauptsache wandern, frische Luft und ein bisschen schnacken.

  


Der Königsforst ist herbstlich – aber nicht zwingend überwältigend schön. Das Wetter ist ok - doch kein Brüller. Wir wählen einen zügigen Schritt und begegnen unterwegs vielen Joggern und einigen anderen Frischluftbedürftigen.




Der Wald ist Herbst und wir absolut zufrieden damit. Da wir den Weg selbst wählen, suchen wir die schöneren Wege, die immer wieder an idyllischen Weihern vorbeiführen und manchmal an eine Strasse grenzen, von der wir schnell wieder Abstand suchen. 



Kleinere Highlights säumen unseren Weg, von den größeren berichten wir uns gegenseitig. Und die abschliessende Einkehr im örtlichen Café ist eine wunderbare Belohnung für unsere stramme Samstagswanderung.



Wanderfazit
Der Königsforst ist nah und nicht sehr schwierig zu bewandern - das macht ihn attraktiv. Und mitunter ist die Wanderbegleitung der entscheidende Faktor für eine wunderbare Wanderung.